document.write('Zur Veranstaltung am 7. September 2009:
Mit der Diskussion um den Gebrauch und die Aufbewahrung von Schusswaffen, die durch Amokläufe an deutschen Schulen in Gang gekommen ist, sind auch Vereine wie die Schützenbruderschaften in die Kritik geraten. In diesen Diskussionen, so stellte es Arno Breuer bei unserem Stammtisch dar, Referent des Bundes der Sankt-Sebastianus-Schützenjugend im Diözesanverband Aachen, werden Ängste geschürt und finden Fantasien ihren Niederschlag. Der Schießsport wird in ein negatives Licht gerückt – in krassem Gegensatz etwa zur Medienbegeisterung um Biathlon-Meisterschaften, in denen das Schießen eines der beiden Hauptelemente darstellt. Gemeinsam mit Claudia Zons, Markus Schnorrenberg und Uwe Nellessen vom BdSJ-Diözesanvorstand stellte er vor, was in den Schützenbruderschaften geschieht, die es in dieser Form in sechs deutschen Bistümern gibt (Aachen, Essen, Köln, Münster, Paderborn und Trier). Hier werden Jugendliche ab zwölf Jahren begleitet – nicht das Schießen steht immer im Vordergrund, sondern das Miteinander in Gemeinschaft. Gruppenleiter brauchen zwei Eignungsausweise: den Gruppenleiter- und den Schießleiterschein. Vom Schießsport selbst erzählte kompetent Claudia Zons – das ist nichts Ungewöhnliches, stellen Frauen doch 40 Prozent der Mitglieder.
Die Schützen der Bruderschaft verstehen ihre Arbeit als Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung von Jugendlichen. Sie soll gewaltpräventiv wirken: „Wer den Umgang mit den Gewehren sinnvoll kennen gelernt hat, wird das Sportgerät nicht auf Menschen richten.“ Das ist anders als bei der Polizei, die zum Einsatz von Schusswaffen im Ernstfall auch gegen Menschen anleitet. Vor Fehlentwicklungen ist jedoch keiner gefeit. Ein Schwerpunkt der Gruppenbegleitung liegt daher auf der Wahrnehmung von Warnsignalen, die auf Gewalt- und Suizidneigung bei jungen Menschen hindeuten.
Auch in der Zeit intensiver gesellschaftlicher Diskussion habe die Schützenbruderschaft keine Medienanfragen erhalten, die die Darstellung einer Innensicht in Print-, Audio- oder TV-Medien möglich gemacht hätte. Es gilt die herzliche Einladung der Schützenbruderschaft, ihre Arbeit z.B. in der BDKJ Jugendbildungsstätte Rolleferberg kennen zu lernen – oder bei den Bundesjungschützentagen vom 16. bis 18. Oktober 2009 unter dem Motto „Gezielt(er)leben“ etwa 1500 bis 1700 jugendliche Schützen zu treffen.
Zur Veranstaltung am 4. Dezember 2008:
13 Teilnehmende saßen um den Stammtisch herum - davon fünf Männer. Die gebürtige Aachenerin Dr. Angela Maas ist solche Quoten gewohnt - etwa 30 Prozent beträgt der männliche Zuschaueranteil des WDR-Frauenmagazins "frauTV", das sie bis Jahresende moderiert hat. Mit einiger Erfahrung durch zwei Mutterschutzvertretungen für die bisherige Moderatorin hatte sie einen guten Einstieg, als sie im Frühjahr 2008 die Moderation selbst übernahm.
Frau Maas erzählte von ihrer Arbeit im Redaktionsteam, mit den freien Autorinnen und Autoren, die eine ausgewogene Themenmischung ermöglichen - moderat frauenengagiert, sozialpolitisch und einfach am Leben "dran". Als Zielgruppe erreicht das wöchentliche Magazin unter 30- wie über 50-Jährige.
Das Sendeformat besteht seit ca. 20 Jahren - und es lebt und entwickelt sich weiter. Ein neuer Impuls ist, dass die Sendung "unter die Leute" - also hauptsächlich: unter Frauen geht. Daher wird Angela Maas ab 2009 als Autorin und Reporterin für frauTV tätig und hat die Moderation wieder abgegeben.
Für die Teilnehmenden am Stammtisch, die vielfach mit Print-, zum Teil aber auch mit visuellen und auditiven Sendeformaten umgehen, war der Abend anregend und das Gespräch entsprechend intensiv.
Zur Veranstaltung am 16. Juni 2008:
In Aachen gibt es seit dem Frühjahr 2007 ein besonderes Angebot, das regen Zulauf findet: Das Evangelische Erwachsenenbildungswerk bietet in Zusammenarbeit mit dem Cinekarree im zweiwöchentlichen Rhythmus das „CineCafé“ an. „Film und Frühstück am Morgen“ sind Bestandteile dieses Angebotes: Ein preisgekrönter Film aus der letzten Kino-Saison wird von der Filmpädagogin Birgit Esser kompetent eingeführt. Beim Frühstück besteht vor dem Ansehen des Films ebenso wie nachher Gelegenheit zum Austausch. Frau Esser erzählte von diesem Projekt - ein interessanter Austausch über Lebensgeschichten in und mit Filmen, über Filmauswahl und unentdeckte Filmschätze.
Zur Veranstaltung am 25. Februar 2008:
"Ausblick" - wer in einem Haus mit solchem Namen wohnt, hat eine Perspektive. In diesem Fall sind es etwa acht bis maximal 14 Jugendliche ab zwölf Jahren, die in einem ehemaligen Bauernhof betreut werden, dort Schulbildung erfahren und einen strukturierten Tagesablauf leben.
Die Kaiserswerther Diakonie, Düsseldorf, und die EJF-Lazarushilfe, Berlin, planen seit etwa zwei Jahren, auffälligen Kindern, die zum Teil auf der Straße gelebt haben und auch gewalttätig geworden sind, gute Rahmenbedingungen zu schaffen. Das Projekt hat mit der Diskussion um Erziehungscamps nun an Bekanntheit gewonnen.
Zum Gespräch über das Haus "Ausblick" besuchten uns aus Düsseldorf Hilde Benninghoff-Giese, Leiterin der Jugend- und Familienhilfe der Kaiserswerther Diakonie und Projektverantwortliche für die Einrichtung "Ausblick", sowie Ulrich Schäfer, Pressesprecher der Kaiserswerther Diakonie. ')